„Toi o Tamaki“, The Art of Auckland

Ein weiterer Tag in Auckland lag vor mir und ich entschied mich für einen Besuch in der Art Gallery Toi o Tamaki. Überall auf Plakaten hatte ich auch schon im alten Jahr die Ankündigung über die Gottfried Lindauer Ausstellung mit den faszinierenden Portraits der Maori gesehen. Nun war dieser Tag ideal geeignet, da er für weitreichende Unternehmungen sowieso nicht taugte. Das Wetter war, wie ich es bisher nicht anders kennen gelernt hatte, durchwachsen, als ich mit meinem kleinen GM Holden in die Kitchener Street fuhr und im Parkhaus gegenüber des Eingangs der Art Gallery sofort einen Parkplatz fand. Ich freute mich in die Gallery abtauchen zu können und auch hier noch einmal dem Spirit der Maori nachhängen zu können. Das Gebäude der Art Gallery liegt eingebettet zwischen Albert Park und Kitchener Street in der Innenstadt Aucklands. Der imposante Bau, der historische Anteile der ehemaligen Kunstgalerie von 1887 mit modernen, lichtdurchfluteten Anteilen modernster Bauart verbindet, beeindruckte schon von außen. Für den Dachhimmel hatte man neuseeländisches Kauri Holz verwand. Der Kauri ist eine einheimische Baumart, die unter Naturschutz steht, von der man aber oft prähistorische Sumpfexemplare ausgräbt, die dann verarbeitet werden. Der größte heute noch lebende Kauri-Baum, hat eine Höhe von 51,2 Meter

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Von Melbourne nach Sydney IV – Silvester in Canberra

Silvester in Canberra Nun saßen wir also in Canberra. Die Entscheidung war getroffen, der Hotelaufenthalt verlängert und die Träume von einem Jahreswechsel mit Blick auf das Opernhaus und die Harbour Bridge von Sydney waren begraben. Wir machten uns auf den Weg in das Zentrum. Eigentlich sollte das Hotel im Herzen der Stadt liegen, aber davon war bisher nichts zu sehen. Es lag an einer Hauptstraße, der Northbourne Avenue, die direkt auf den City Hill Park zuführte. Dieser folgten wir auch genau in dieser Richtung. Aber es war erschreckend, die Stadt war leer. Canberra am 31.12.2016 glich einer Geisterstadt. Es war glühend heiß. Das Thermometer stieg längst über die 30°C Marke. Große Boulevards, große Kreuzungen an deren Fußgängerampel wir eine gefühlte Ewigkeit warteten, auf nicht mehr warteten, als den Wechsel der Farbe oder auf maximal ein Auto, das da stand und von dem wir nicht einmal wussten, ob es überhaupt fahren würde.     Geschäfte waren geschlossen. Häuser schienen unbewohnt. Etwas über 350000 Einwohner sollte diese Stadt haben, aber wir waren in einer Geisterstadt. Meine Stimmung war gedämpft. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er gerne Vergleiche zieht und so versuchte ich das auch. Mir wollte aber keine Stadt

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Von Melbourne nach Sydney II – Wilsons Promontory Nationalpark

Dieser Besuch Australiens war im ursprünglichen Reiseplan nicht enthalten. Es ist seltsam, aber Australien war noch niemals auf meiner Wunschliste gewesen. Bei der Planung dieser Weltreise waren es ursächlich die unverschämt hohen Preise über Weihnachten und Silvester in Neuseeland gewesen, die mich dazu verleitet hatten, nach Alternativen zu suchen. 300 oder 400 Dollar Feiertagszuschlag für einen ohnedies schon unsäglich teuren Camper in der Hochsaison, hatten mich geradezu ein bisschen verstimmt. Damit wurde quasi diese Woche von Neuseeland abgezogen und für Australien eingeplant. Für Melbourne standen 2 Tage zur Verfügung. Die Distanz von Melbourne nach Sydney betrug mindestens 1000 Kilometer, je nachdem welche Route wir wählten, sogar noch etwas mehr. Für den 31.12. war in Sydney das AirBnB Zimmer gebucht und am 01.01 und 02.01 unser jeweiliger Abflug von dort. Das war der Zeitrahmen für die Strecke. Ein bisschen wehmütig schaute ich deshalb am morgen unserer Abreise in Richtung Sydney,  bei einem letzten Spaziergang am Strand,  auf die gegenüberliegende Skyline von Melbourne. Wir hatten uns mit einem leckeren Frühstück in einem von Frauen geführten Café, direkt gegenüber des Hotels gestärkt und wollten früh Richtung Toora starten. Die Wahl war auf dieses kleine Nest in der Nähe von Foster gefallen, weil es

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Fahrt nach Rotorua

Der Aufenthalt in Wellington war kurz, tränenreich und eindrucksvoll. Eine sehr schöne und reizvoll gelegene Stadt, die ich mit dem Auto entlang der Küste, der Harbour Bay verlasse, um über Rotorua nach Auckland zu fahren. Das tränende Auge, die laufende Nase, die Kopf und Ohrenschmerzen, alle diese heftigen Anzeichen von Krankheit, haben mich von einem Moment auf den anderen verlassen, so wie sie gekommen sind. Ich weiß, dass es eine lange Fahrt werden wird und fahre doch langsam, lasse es mir nicht nehmen, nochmals die Evans Bay und Oriental Bay Parade entlang zu fahren den Blick auf die Wellen und die über das Auto spritzende Gicht genießend. Das Autofenster ist offen und ich atme die frische, salzige Luft. Direkt, nachdem ich das Stadtgebiet von Wellington verlassen habe, fahre ich in eine Landschaft mit Weingütern. Ich folge große Strecken dem New Zealand Wine Trail. Die Einladung zum Besuch, die ich auf den Schildern lesen kann, übersehe ich wehmütig, meine Reise muss weitergehen. Ich rechne mit 8 Stunden bis nach Rotorua.         Im Verlauf dieser Fahrt, die tatsächlich doppelt so lange dauert, wie im GPS angekündigt, muss ich manches Mal noch an die Dame bei der Autovermietung denken. Die

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Teil II – Tokio bei Nacht.

Für meinen Abend im traditionellen japanischen Theater, welches sich ebenso in Ginza befand, hatte ich mir den U-Bahn Ausgang extra tagsüber angeschaut. Abends auf dem Weg dorthin sollte nichts schief gehen. Ich machte mich also mit ausreichend Zeit auf den Weg, was sich als gut erweisen sollte, denn wiederum stieg ich dann doch an einer anderen Stelle ins nächtliche Tokio herauf. Nun war die Not entsprechend groß, natürlich gab es keine Straßenbezeichnungen und auch keinen Hinweis, den ich lesen konnte. Ich würde also einfach ein paar Blocks ablaufen müssen, bis ich die Straße wiederfand, auf der ich gestern vormittag schon gelaufen war, um mir im Theater das Ticket zu besorgen. Leider führte das nicht zum gewünschten Erfolg, alles sah nachts anders aus, und ich konnte die gesuchte Straßenkreuzung nicht wiederfinden. Zu guter Letzt hielt ich ein Taxi an, das mich dann, wie ich sehen konnte, ganz standesgemäß am Theater vorfuhr.     Das Kabukiza Theater in Tokyo ist das größte seiner Art in ganz Japan. Es ist ein prächtiger Bau, der 2010, nachdem man das alte Theater abgerissen hatte,  in seiner heutigen Form wieder aufgebaut wurde. Das Theater selbst bestand aber schon seid 1889 an dieser Stelle und war ursprünglich

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