Artemisia Gentileschi und andere Künstlerinnen in Gent – Ein Fragment

… Am Tag danach sitze ich verträumt auf meinem Stuhl und blicke auf das vom Himmel und mangels Sonne grau getönte Meer. Ich grüble darüber,  ob ich für mich eine Favoritin ausmachen kann unter den Malerinnen des Barock, die ich gestern in der Ausstellung in Gent bewundern durfte.  Könnte es Artemisia Gentileschi (1593–1652) sein, die als Zentralfigur der Epoche und wohl als die Berühmteste unter den ausgestellten Künstlerinnen gilt? Schön sind ihre Frauengestalten, zärtlich, ängstlich, verletzbar,  selbstbewusst oder überlegen blickend. Auch entschlossenen Blickes können diese Frauen ihr Werk vollbringen, erinnere ich mich und finde in meiner Foto Mediathek das Foto eines Gemäldes, welches ich vor ziemlich genau einem Jahr in Florenz in den Uffizien von Ihr hatte sehen können. „Judith und Holofernes“. Dieses Gemälde war als ein vermeintlicher „Caravaggio“ in das berühmte Museum gelangt. Obschon ich die Malerei Caravaggio`s über alles schätze, hier muss der Kunst Gerechtigkeit widerfahren. Ich kann sie bei den männlichen Künstlern nicht wirklich finden, die Blicke, der Frauen, die Bände sprechen, – „die mehr sagen als tausend Worte“- . Das gelingt mir jedoch beim Betrachten vieler der Kunstwerke, die ich in dieser Ausstellung sehen kann.  Bei dem Sujet handelt es nicht selten, so wie bei Artemisia

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Artemisia Gentileschi – Ein Fragment

Soeben hörte ich, dass die National Galerie in London der Malerin Artemisia Gentileschi eine Ausstellung widmet. Es wird das erste Mal in Großbritannien sein, dass man diese ausdrucksstarke und äußerst begabte Künstlerin des Barock dort sehen kann. Die Ausstellung soll zwar noch bis zum 24. Januar dauern, aber wer weiß, ob sich in diesen Pandemie Zeiten,  ein Besuch für mich realisieren lässt. Ich krame in meinen Aufzeichnungen. 2018 hatte ich eine wundervolle Ausstellung mit dem Titel “Künstlerinnen des Barock” im MSK Gent gesehen und Artemisias Werke sehr bewundert. Ich finde ein Fragment. Leider habe ich meine Eindrücke von der Ausstellung nicht fertig gestellt. Aber das Notierte gibt einen ersten Eindruck. Die damalige Ausstellung in Gent, war etwas besonderes, da sie eine ganze Reihe von hervorragenden Werken der Künstlerinnen des Barock versammelte. Eine Explosion weiblicher Kreativität und Genialität. Immer öfter hört und sieht man sie inzwischen in den Museen dieser Welt. Sie sind in den Focus geraten, man schenkt Ihnen die längst verdiente Beachtung. Ein gute Entwicklung und ein Bereicherung der Kunstwelt, wie ich finde. Im nächsten Beitrag also ein Fragment….

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Liebe zur Kunst… in Weingarten

    Auf dem Weg zur größten barocken Basilika nördlich der Alpen, dem im Volksmund sogenannten „Schwäbischen St. Peter“, – sie misst die halbe Länge des Petersdoms, – empfängt mich eine kleine Kreisstadt mit bewölktem Himmel. Nicht ganze 25000 Einwohner zählt die Stadt, die erst im 19 Jahrhundert ihren Namen von Altdorf zu Weingarten änderte. Weingarten hieß die Klosteranlage, die schon im Jahre 1056 von den Welfen gegründet wurde. In den Straßen nehme ich einen auffallend bunten Kulturen-Mix an Menschen wahr. Ein Integrationszentrum unter maßgeblich kirchlicher Beteiligung mit einer sehr guten Infrastruktur und Vernetzung präsentiert sich bei meinen Nachforschungen im Internet hier besonders aktiv. Eine interkulturelle aber überschaubare „Große Kreisstadt“ also.   Das Wahrzeichen der Stadt, die Basilika minor St. Martin, thront auf dem Martinsberg. Auf mich wirkt sie sehr mächtig und gar nicht in Proportion zu der Kleinstadt, durch die ich fahre. Nichtsdestotrotz ist sie wunderschön. Beeindruckend monumental möchte ich sagen und vermute, dass sich jeder Besucher dieser kleinen Stadt als erstes und sofort zu diesem Bauwerk hingezogen fühlt. Wer weiß, vielleicht möchte ich die Spannung erhöhen, denn ich entscheide mich zunächst für den Besuch des ortsansässigen Klostermuseums. Dazu muss man wissen, dass diese Basilika eine letzte Erneuerung der

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“Kunst und Liebe …” in Lindau

„Kunst und Liebe …“ in Lindau.   Wie könnte ich aus Lindau eilen, wenn doch an jeder Ecke Plakate mit vielversprechenden Bildern zum Kunstgenuss einladen. Viel zu verlockend sind Titel und Thema des angekündigten Ereignisses.  „Paula & Otto“, „Kunst und Liebe im Aufbruch“ lautet das Thema der zehnten Sonderausstellung des Kunstmuseums, welches seit dem Umbau des Stadtmuseums in der ehemaligen Hauptpost einen kleinen aber feinen Platz gefunden hat.  Das Ehepaar Modersohn-Becker aus der bekannten Worpsweder Künstlerkolonie steht wie kaum ein anderes Künstlerpaar für den Aufbruch der Kunst in die Moderne.  Mindestens so sehr wie für die damalige Kunst  steht dieser Aufbruch aber auch für die moderne Art der Beziehung. „Das Thema Kunst und Liebe könn(t)e“, in diesem Fall sogar “mit dem aktuell viel diskutierten Begriffspaar „Familie und Beruf“ besetzt werden“, führt es die Kuratorin Sylvia Wölfle aus, denn auch bei diesen beiden Künstlern sei es damals schon „um die Vereinbarung von Beruf und Familie gegangen“. Spannend, nur leider bekomme ich kein Eintrittsticket. In Zeiten von Corona geht es nur mit Reservierung eines Zeitfensters. Die Besucherzahl wird begrenzt. Noch am gleichen Tag reserviere ich mir im Internet meinen Zugang für einen anderen Werktag, was überaus einfach geht.  Umgehend erhalte ich die

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Reisen während der Corona Pandemie II

  Nach erneut vielen Wochen im Homeoffice stelle ich fest: Tapetenwechsel ist dringend erforderlich. Allemal für jemanden, dem sich im Alltag als Risikopatient nur wenig Möglichkeiten zur Abwechslung bieten. Gut gelaunt starte ich in den Süden Deutschlands, genauer gesagt ins Allgäu. Das mir seit vielen Jahren bekannte Hotel, so scheint mir, hat sich gut auf die Situation eingestellt. Schon bei der Buchung versichert man mir, dass sich Risikobegegnungen im Haus weitgehend vermeiden lassen. Es gilt eine Maskenpflicht und auch sonst werden alle geforderten Beschränkungen sehr ernst genommen und eingehalten. Bei schönem Wetter soll das von mir so über alles geschätzte Sportangebot im Aussenbereich stattfinden. Darüber freue ich mich besonders. Ich habe Nachholbedarf. Das mit den Mahlzeiten klappt. Diese kann ich alleine im Wintergarten oder bei meist schönem Wetter auch auf der Terrasse mit der herrlichen Aussicht einnehmen. Was das Sportangebot betrifft, liegen Anspruch und Wirklichkeit indes weit auseinander. Es findet leider nur Innen statt. Selbst bei der Aquagymnastik tummeln sich die Teilnehmer in der kuscheligen Wärme des Innenpools während draußen die Sonne auf den menschenleeren Pool scheint. Ergo:  Ich bin raus und das im doppelten Wortsinn. Ich mache mein eigenes Programm und genieße früh am Morgen ganz alleine für mich

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