… berichten kann ich, von der Entdeckung eines Ortes, auf den es magischen Sternenstaub zu regnen scheint, oder auch nur Saharastaub, trotzdem, ich bestehe drauf, was immer es ist, in jedem Fall ist es magisch. Die Anreise in der Dunkelheit könnte man abenteuerlich nennen. Immer wieder beschlichen mich Bedenken, dass der Van hinter mir, der noch einen guten Meter länger war als mein eigener, die nächste Kurve nicht mehr würde nehmen können, so eng und klein wurden die Straßen, durch die uns die Stimme des Navigationssystems sachlich und bestimmt vorantrieb. Zuletzt galt es noch, eine unbefestigte Straße samt ihrer Schlaglöcher zu überwinden, vorbei an einer Zitrus Packstation in einen größeren Industriekomplex. Ein Scheinwerfer ging an und ein schweres Tor öffnete sich für uns. Die Wandmalerei am dahinter liegenden Gebäude, die einen Mann mit arabischem Turban und entschlossenen Blick neben einem Wolf zeigte, kontrastierte das Industriedesign drumherum. „Camper Park Rey Lobo“ Es musste also ein König sein, dessen Konterfei uns hier begrüßte und neugierig machte, auf die Geschichte die dahinter stecken mochte. Auf der Suche nach einem Stellplatz in Murcia waren wir sozusagen vor den Toren der Stadt gelandet. Stromanschluss, Duschen, Waschmaschine waren die Kriterien gewesen, nach denen wir …
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Wieder einmal in Lindau der Kunst und Liebe wegen… Wie in vielen Jahren zuvor, bin ich auch in diesem, immer noch als Ausnahmejahr geltenden 2021, in die Region Allgäu – Bodensee gekommen. Schon im Vorfeld weiß ich, dass ich mir die vom langjährigen Kurator des Lindauer Kunstmuseums, Prof. Dr. Roland Doschka anläßlich seines 80. Geburtstags zusammengestellte Jubiläumsschau zu Marc Chagall nicht entgehen lassen werde. Erwartungsfroh reserviere ich mir einen Zugang über die Website des Museums. Es hätte keinen besseren Zeitpunkt für den Besuch dieser Ausstellung geben können, als diesen warmen, sonnigen Junitag. Draußen drängt sich die Natur, – nach ausreichend erfolgtem Landregen -, in den sattesten Farbtönen, – vor allem in Grün -, dem nahenden Sommer entgegen; Drinnen, in den dunklen Räumen des Museums, drängt sich auf den farbgewaltigen Lithographien Chagalls der Hirtenjunge Daphnis dem Hirtenmädchen Chloe entgegen. Schon beim Anblick des ersten Bildes spüre ich, ich bin für die Erzählung dieser spätantiken Hirten- und Liebesgeschichte in der richtigen Stimmung. Nicht lange brauchen Sinne und Geist, nach entbehrungsreichen Monaten der Corona Pandemie, – vor allem auch in Sachen Kunst – sich voll und ganz in die farbgewaltigen Bilder hinein zu tasten. Nach mehr als 15 Monaten Homeoffice dürstet es …
Wie es weiterging, damals, bei meinem Tanz um die Welt? Aufregend, spannend und erlebnisreich natürlich. Deshalb wollte ich die Stationen meiner Reise immer noch einmal vollständig erinnern und aufschreiben. Damals, während ich unterwegs war, hatte mich das Leben so dermaßen in Beschlag genommen, dass ich zum Tagebuchschreiben nicht mehr kam. Mein letzter Beitrag war von den Cook Inseln gewesen. Diese verließ ich, das Lied aus My Fair Lady vor mich hin singend „i could have danced all night, i could have danced all night and still have begged for more…..“. Tänzelnden Schrittes begab ich mich Richtung Hotellobby. Dort wartete der Kleinbus, der mich zum Flughafen brachte. Die ganze Nacht war es dann doch nicht nicht geworden, aber ich hatte meine Hüften geschwungen zu den wunderbaren Klängen polynesischer Musik zusammen mit den Tänzern der Show. Noch im Bett hatte ich die Rhythmen der zauberhaften Musik, der Trommeln und Ukulelen in meinem Körper gespürt. Es war der Tag vor meinem Geburtstag und es war ein Donnerstag. Der einzige Tag der Woche, an welchem die kleine Maschine von Rarotonga nach Tahiti flog. In meinem Gepäck war ein Schmuckstück mit eine schwarzen Perle und in meiner Erinnerung waren Bilder einzigartiger Schönheit. Fast schmerzhaft schön, …
… Friede in der Welt beginnt in unserem eigenen Herzen 💕…. man kann sich vorstellen wie groß meine Überraschung war, eine World Peace Flame in dem kleinen Cadzand Dorp zu finden und ohne den Hinweis einer Freundin wäre ich wohl kaum darauf gekommen. Unzählige Male war ich schon hier gewesen und hatte davon nichts gewusst. Heute nun war ich hier und hinterließ einen Wunsch. Dieses Land, dass ich schon seit meiner Kindheit liebe, hat schreckliches durch den Krieg, der von Deutschland ausging, ertragen müssen. So sehr wünsche ich mir, dass so etwas niemals mehr geschieht. So nah fühle ich mich den Menschen hier, mit denen ich so wie mit Brüdern und Schwestern lachen und weinen kann. So sehr hoffe ich, die kommenden Generationen werden die tiefen Verletzungen überwinden und in ewigem Frieden miteinander und Respekt voreinander leben. Hier findet man mehr über diese Mission …
… Am Tag danach sitze ich verträumt auf meinem Stuhl und blicke auf das vom Himmel und mangels Sonne grau getönte Meer. Ich grüble darüber, ob ich für mich eine Favoritin ausmachen kann unter den Malerinnen des Barock, die ich gestern in der Ausstellung in Gent bewundern durfte. Könnte es Artemisia Gentileschi (1593–1652) sein, die als Zentralfigur der Epoche und wohl als die Berühmteste unter den ausgestellten Künstlerinnen gilt? Schön sind ihre Frauengestalten, zärtlich, ängstlich, verletzbar, selbstbewusst oder überlegen blickend. Auch entschlossenen Blickes können diese Frauen ihr Werk vollbringen, erinnere ich mich und finde in meiner Foto Mediathek das Foto eines Gemäldes, welches ich vor ziemlich genau einem Jahr in Florenz in den Uffizien von Ihr hatte sehen können. „Judith und Holofernes“. Dieses Gemälde war als ein vermeintlicher „Caravaggio“ in das berühmte Museum gelangt. Obschon ich die Malerei Caravaggio`s über alles schätze, hier muss der Kunst Gerechtigkeit widerfahren. Ich kann sie bei den männlichen Künstlern nicht wirklich finden, die Blicke, der Frauen, die Bände sprechen, – „die mehr sagen als tausend Worte“- . Das gelingt mir jedoch beim Betrachten vieler der Kunstwerke, die ich in dieser Ausstellung sehen kann. Bei dem Sujet handelt es nicht selten, so wie bei Artemisia …






