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Die Welt steht still

„Around the world“ tanzt in diesen Tagen kaum einer mehr. Viel zu oft trugen die Menschen, die zuletzt noch um diese schöne Welt tanzten,  einen tückischen, blinden Passagier in ihrem Nasen- und Rachenraum umher.  Zwar wurde dieser inzwischen entlarvt, und bis in die entlegensten Gegenden der Welt kennt man ihn nun bei seinem Rufnamen Covid 19“, nur leider stoppen,  lies er sich deswegen längst nicht mehr. Munter tanzen nun Covid Neunzehner um den ganzen Erdball und legen die Welt in noch nie gekanntem Ausmaße lahm.  Entstanden ist Covid 19, davon ist bisher jedenfalls auszugehen, in China. Dort hat er seinen ersten Wirt gefunden und mit diesem ahnungslosen Tropf seine Reise angetreten. In einem unvorstellbaren Tempo hat er sich reproduziert, ist von Wirt zu Wirt gewandert und so im rasenden Tempo um die ganze Welt gekommen.  Inzwischen haben von Argentinien bis Zypern die meisten Länder dieser Erde ihre Grenzen  in der Hoffnung geschlossen, dass sie ihm damit seine rasante Ausbreitung stoppen können. Allemal für Reisende aus den sogenannten Risikoländern, – dazu zählen momentan vor allen die Länder der Europäischen Union – ist derzeit kein Fortkommen mehr. Denn nach China hat sich nun hier der Hotspot seines Wirkens entwickelt. Tückisch, weil lange

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52. Nordische Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld/Tirol

Abendstimmung

Eine Veranstaltung der Extraklasse durften wir vom 26. bis zum 28 Februar 2019 auf Einladung einer Sponsorenfirma  im wahrsten Sinne des Wortes ERLEBEN. Bei den 52. Nordischen Skiweltmeisterschaften in Seefeld Tirol wurden die geladenen Gäste, dank eines perfekt geplanten Rahmenprogramms,  Teil eines stimmungsvollen Großereignisses. Alles stimmte. Schon die Anreise bei herrlichstem Sonnenschein durch die zauberhaft alpine Landschaft zwischen Wetterstein und Karwendel prägte das Gemüt bei der Einstimmung auf das, was der Veranstalter den Gästen bieten würde. Alles lief wie am Schnürchen. „Hand in Hand“, entsprechend dem Motto dieser WM, lief es auch im schönen Hotel St. Peter Deluxe, welches für 4 Tage das elegante Basislager der Gruppe aus ganz Deutschland sein würde.  Die sympathischen jungen Leute einer Eventagentur sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Nach der Begrüßung am späten Nachmittag ging es auf Schneeschuhen los in die Abendstimmung der Berge.  Bei einem genussreichen Abendessen in der gemütlichen Bauernstube gab es Zeit für Austausch und Gespräche. Wer wollte, beschloss den Abend an der Hotelbar.  Der zweite Tag begann mit einem Langlauf Kurs. Kein geringerer als der ehemalige Weltklasse Langläufer Tobias Angerer war unser Skilehrer. Vom Anfänger bis zum Könner erhielten die Gäste  von ihm wertvolle Tips.  Für uns stand schnell fest, dass

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Tanzen im Takt der Wellen, des Windes und der “hipshaking Drums”……

Einem roten Faden gleich, zog sich die Suche nach traditioneller Musik und traditionellen Tänzen durch meinen Reisealltag. So auch hier auf Rarotonga. Die Damen an der Rezeption empfahlen mir die „Cultural Village Tour“ in dem nahegelegenen Te Vara Nui Village. Skeptisch blickte ich in die strahlenden Augen der beiden, die mir bedeuten wollten, dass es sich dabei um ein wundervolles Programm handele. Ich hatte die Wahl zwischen den beiden Möglichkeiten nur die Over Water Nightshow mit Buffet und Dinner zu buchen oder ein komplettes Programm mit Besuch des traditionellen Cook Insel Maori Dorfes. Dort würde ich alles über Historie, Lebensweise , traditionelles medizinisches Wissen, über Navigationstechniken, Handwerk und Kunst der Maoris lernen und erfahren können. Ich war verunsichert. „Nightshow mit Buffet Dinner“ hörte sich für mich gar zu sehr nach Kaffeefahrt an. Alternativ konnten Sie mir nur nur noch Tanzshows in den verschiedenen Hotels der Insel anbieten. Was hatte ich zu verlieren? Schlimmstenfalls würde ich eine für Touristen entworfene, Allerweltschoreographie über mich ergehen lassen müssen und mit Massen anderer Touristen ein lieblos hergestelltes Essen zu mir nehmen. Ich atmete tief durch, riskierte es und gab mein Go zur Buchung. Am späten Nachmittag trottete ich die wenigen Meter entlang der Hauptstraße

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Überraschungen, Freuden und Entbehrungen auf den Cook Inseln

Nun war auch ein zweites, lang ersehntes Highlight meiner Reise buchstäblich ins Wasser gefallen. Die Inselwanderung mit Pa. Nahezu eine lebende Legende, führt er seit vielen Jahren die naturinteressierten Besucher quer über die Insel oder beim sogenannten „Medicinal Nature Walk“, einige Stunden durch den Regenwald. Ich hatte mich schon unbeschreiblich auf dieses Ereignis gefreut, aber wie es schien, es sollte nicht sein, so versuchte ich mich jedenfalls zu trösten. Wofür hatte ich denn schon von Beginn meiner Reise an immer wieder auch Schicksalsergebenheit geübt. Immerhin, 5 Minuten hatte ich bei Pa im Auto gesessen und er hatte mindestens 20 Worte mit mir gewechselt, angefangen mit der Bewunderung meiner Beine, als ich ins Auto stieg und aufgehört mit dem Versprechen, morgen mit mir alleine den Walk zu machen. Aber besser ich fange von vorne an. Gleich nach meiner Ankunft auf Rarotonga hatte ich den Walk mit Pa für Dienstag gebucht. Das war auch kein Problem, im Gegenteil, man fragte mich, ob es mir etwas ausmache, als einzige Person mit einer Gruppe von Studenten, die eine wissenschaftliche Exkursion mit Pa gebucht hatten, mitzukommen. Warum sollte ich das ablehnen, versprach es doch ein hohes Niveau. Aus einem Touristenwalk würde somit eine Exkursion werden.

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Abschiedsschmerz, ein Kaleidoskop und zurück nach Rarotonga

Als der Blick aus dem kleinen Fenster der Maschine von den vielfach changierenden Blau- und Grüntönen in das monotone dunkle Blau des unendlichen Ozeans übergeht, lehne ich mich zurück und schließe meine Augen. Ein Kaleidoskop entsteht, zunächst voller Farben und dann entstehen Bilder. So ereignislos das Leben auf der kleinen Insel mir auch erschienen war, in meinem Geist hatte es eine diametrale Wirkung erzeugt. Ich hatte Zeit und Raum gehabt, alles wirken zu lassen und die Gedanken zu ordnen. Rege Geschäftigkeit im Kopf. Die wenigen, aber intensiven Kontakte und Gespräche auf der Insel, insbesondere mit Menema, hatten sich tief in mein Gedächtnis und mein Fühlen eingegraben. Die Langsamkeit des Erlebens hatte auch zu deren Tiefe beigetragen. Erstmals auf dieser ereignisreichen Reise spürte ich etwas wie Abschiedsschmerz, gab es keine aufgeregte, freudige Erwartung auf das Nächste, auf das Neue. Trotz des Kaleidoskops an Bildern und Farben vor meinem geistigen Auge, war ich ruhig, aufgeräumt und voller Zufriedenheit. Ich spürte, dass ich auf dieser kleinen Insel, inmitten dieser Ordnung und den familiären Banden, die auch mich umfasst hatten, mit dem ruhigen Gleichmaß der Tage, in einen für mich idealen Zustand geraten war. Nach Wochen der aufregendsten Erlebnisse, der Entgrenzung beim Sehen, Fühlen

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