Der Flug mit Emirates ist sehr angenehm. Zum Essen nach Wahl gibt es Metallbesteck und Gläser anstatt Pappbecher. Die Flugzeugtoilette versorgt den Besucher mit Handcreme und Erfrischungstüchern und das alles in der Economy Class. Kleine Beutelchen, die auf den Sitzen liegen, enthalten Kopfhörer und andere Kleinigkeiten, die man auf einem Flug gut gebrauchen kann. Das ist wie fliegen bei uns in den Siebzigern, als man noch Beinfreiheit und anständiges Essen bekam. Etwas über 4 Stunden dauert der Flug von Auckland nach Melbourne. Wir kommen spät in Melbourne an und holen den gebuchten SUV in der Autovermietung ab. Dann geht es dank Google Maps recht flott nach St. Kilda. Ein Vorort von Melbourne mit Beach und Vergnügungspark. Das Hotel ist enttäuschend. Zwar sauber, aber die Zimmer völlig in die Jahre gekommen, die Klimaanlage unerträglich laut und der Blick auf die Straße wenig schön. Wenn man die Fenster öffnet, dringt Partylärm aus der gegenüberliegenden Diskothek ins Zimmer und an Schlaf ist nicht zu denken. Irgendwann siegt dann doch die Müdigkeit eines Reisetages über die Aufgekratztheit eines solchen, als auch über die vielen lauten Geräusche, und endlich fallen die Augen zu. Frühstück in diesem Hotel …
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Das über Airbnb angemietete Apartment verspricht seinem Namen nach ein „Petit Paradise“ zu sein. Vermietet wird es von den Eheleuten Amanda, einer echten Kiwi und Philipp, der französischer Herkunft ist. Sie bauen weitere Häuser auf dem Grundstück und begrüßen uns einen Tag vor Heilig Abend in Arbeitskluft. Es wird noch eifrig gehämmert und geklopft. Das Appartement ist sehr klein aber die Aussicht auf das entfernte Meer ist beruhigend und schön. Hier also werden wir Weihnachten verbringen. Der erste Spaziergang beginnt vor der Tür. Man läuft über das Grundstück und schon beginnt ein Wald und man landet automatisch auf dem Bush-Walk, ein kleiner Trampelpfad durch den Wald, der seinen Namen zu recht trägt. Dieser führt direkt ans Meer und in nahegelegene Grünanlagen, wo wieder alles von Menschenhand geordnet, sehr gepflegt und blumenreich angelegt ist. In Reiseführern hatte ich gelesen, dass die Kiwis, bei denen Weihnachten nun einmal mitten in den Sommer fällt, dieses Fest meist im Garten oder am Strand beim BBQ verbringen. Der erste Einkauf besteht dann auch aus Grillgut und einem guten neuseeländischen Wein zum Essen. So, wie auch bei uns, sind die Läden an Weihnachten fast alle geschlossen, …
Ich werde wach in Rotorua und der Himmel ist bewölkt, es ist noch früh, vor acht. Ich muss nicht lange überlegen was zu tun ist, sondern mache mich sofort auf den Weg zum wunderbar warmen Pool. Die Außentemperaturen liegen weit unter 20° und es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl aus der kühlen Morgenluft in das sehr angenehme warme Wasser einzusteigen. Ich schaffe es trotz der Wärme über eine halbe Stunde zu schwimmen und mag den Pool überhaupt nicht verlassen. Mit ein paar Dehnungsübungen, strecke ich nicht nur meine Muskeln sondern auch die Zeit. Ein Genuss, und um diese Uhrzeit habe ich den kleinen Pool auch ganz für mich alleine. Zum Frühstück mach ich mich in das Zentrum auf den Weg. Es sind nur wenige Blocks und schon reiht sich ein Ladengeschäft und ein Restaurant an das andere. Schnell habe ich mich für ein nettes Café entschieden und stelle, von nostalgischen Gefühlen übermannt, fest, dass man hier Eggs Benedict auf dem Speiseplan hat und ich kann sie sogar mit Lachs zubereitet haben. Eggs Benedict gehörten zu meiner Leibspeise während der Zeiten, in denen ich sehr viel in die USA reiste. Ich hatte sie lange nicht mehr gegessen und der Geschmack rief …
Der Aufenthalt in Wellington war kurz, tränenreich und eindrucksvoll. Eine sehr schöne und reizvoll gelegene Stadt, die ich mit dem Auto entlang der Küste, der Harbour Bay verlasse, um über Rotorua nach Auckland zu fahren. Das tränende Auge, die laufende Nase, die Kopf und Ohrenschmerzen, alle diese heftigen Anzeichen von Krankheit, haben mich von einem Moment auf den anderen verlassen, so wie sie gekommen sind. Ich weiß, dass es eine lange Fahrt werden wird und fahre doch langsam, lasse es mir nicht nehmen, nochmals die Evans Bay und Oriental Bay Parade entlang zu fahren den Blick auf die Wellen und die über das Auto spritzende Gicht genießend. Das Autofenster ist offen und ich atme die frische, salzige Luft. Direkt, nachdem ich das Stadtgebiet von Wellington verlassen habe, fahre ich in eine Landschaft mit Weingütern. Ich folge große Strecken dem New Zealand Wine Trail. Die Einladung zum Besuch, die ich auf den Schildern lesen kann, übersehe ich wehmütig, meine Reise muss weitergehen. Ich rechne mit 8 Stunden bis nach Rotorua. Im Verlauf dieser Fahrt, die tatsächlich doppelt so lange dauert, wie im GPS angekündigt, muss ich manches Mal noch an die Dame bei der Autovermietung denken. Die …
Te Papa Tongarewa Wie es nicht anders sein konnte, waren es wie immer die historischen Orte und Geschichten, die mich auch auf dieser Reise am meisten faszinierten. Für den Teil der Erde, auf dem ich jetzt stand, hießen die alten Kulturen Maori. Schon bei der Vorbereitung auf dieser Reise nach Ozeanien, verspürte ich ein großes Interesse an der polynesichen Kultur. Die in Neuseeland ankommenden Reisenden haben, so lässt sich vermuten, alle ein ganz unterschiedliches Motiv. Den meisten wird es um die faszinierenden Landschaften gehen, anderen, jüngeren, um den lockeren Lifestyle und wieder andere werden auch auf Grund der vor allem hier in Wellington ansässigen Filmindustrie hier sein. Die Trilogie „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ haben nochmals eine ganz andere Zielgruppe auf Neuseeland aufmerksam gemacht, welche hier zu dem Wirkungsraum ihres Stars, des Regisseurs Peter Jackson, pilgern möchten. So auch der junge Mann namens Anton aus Berlin, der mit mir in der gleichen Airbnb Unterkunft wohnt und schon zum zweiten Mal hier in NZ ist. Er studiert Film in Berlin, ist gerade dabei, sein Drehbuch zu schreiben und wie er selbstbewusst bekennt, wird er einmal einen Oscar gewinnen. Das weiß er, da ist er sich sicher. In einer einschlägigen Szene …






