Die Leitlinien der Bundesregierung in dieser Coronakrise sind klar, es gilt den Kontakt zu anderen Menschen auf das Notwendigste zu reduzieren. Wir sind zurückgeworfen auf unsere vier Wände, auf unser Heim. Wir sind aber glücklicherweise nicht eingesperrt. Schon sehr früh am Morgen steige ich deshalb in meine Wanderschuhe und mache mich auf den Weg in Feld und Wald. Es ist Sonntag, und ich starte zu dieser frühen Stunde, weil ich die Ruhe und die friedliche Stimmung des Morgens im Wald besonders schätze. Das sieht nachmittags schon ganz anders aus. Gleich die ersten Sonntage, die mit den Einschränkungen der Coronakrise einhergingen, kam es auf den sonst so einsamen Waldwegen meiner Heimat zur wahren Völkerwanderung. Immer tiefer ging ich in den Wald, suchte meine geheimsten Wege und traute meinen Augen nicht, denn auch dort kamen die Menschen aus dem Unterholz oder um die nächste Ecke gebogen. Manchmal wurde es bei Begegnungen schon sehr schwer, den vorgeschriebenen Abstand zu halten. Die Landschaft meiner Heimat ist geprägt von dem hügeligen Auf und Ab eines Mittelgebirges. Da kann es schon einmal sein, dass man einen Anstieg zu bewältigen hat. Nicht alle, die auf Grund der Einschränkungen in der Coronakrise zu Wandervögeln wurden, haben dabei den …
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Es ist das Jahr 2020, von dem sich nicht wenige Menschen so besonders viel versprochen hatten. Wie es zu dieser herausragenden Bedeutung kam, kann man nur vage ahnen. Vermutlich ein Zusammenspiel verschiedener Betrachtungsweisen. Angeregt durch die Vergleiche mit den Goldenen Zwanzigern, schwelgte man hier in Deutschland und ganz gewiß auch anderen Orts, in Bildern von dieser so lebendigen und lebenslustigen, entfesselten Zeit. Nicht wenige erhofften sich einen neuen Kick, einen bisher nicht bekannten Spirit, den die Zwanziger der Zweitausenderjahre für uns bereithalten würden. Für die Astrologen war 2020 als Mondjahr von großer Bedeutung. Sie gingen davon aus, dass die Verbindung von Jupiter und Saturn einen neuen zwanzigjährigen Zyklus einleiten würde. Niemand in Europa , der in der Nacht vom 31. Dezember zum 01. Januar 20 sein Glas erhob und auf das Neue Jahr anstieß, ahnte, welch tückische Gefahr für die Menschen sich in dieser Nacht schon irgendwo in China in den Körpern von Menschen zu reproduzieren begonnen hatte. In China, der vermuteten Ursprungszelle des Coronavirus SARS-CoV-2 , hatte das Jahr der Ratte im Januar dann auch so viel anders begonnen, als man es erwartet hatte. Läßt ein Jahr der Ratte die Chinesen auf Glück und Gewinn hoffen und animiert zum …
Eine Veranstaltung der Extraklasse durften wir vom 26. bis zum 28 Februar 2019 auf Einladung einer Sponsorenfirma im wahrsten Sinne des Wortes ERLEBEN. Bei den 52. Nordischen Skiweltmeisterschaften in Seefeld Tirol wurden die geladenen Gäste, dank eines perfekt geplanten Rahmenprogramms, Teil eines stimmungsvollen Großereignisses. Alles stimmte. Schon die Anreise bei herrlichstem Sonnenschein durch die zauberhaft alpine Landschaft zwischen Wetterstein und Karwendel prägte das Gemüt bei der Einstimmung auf das, was der Veranstalter den Gästen bieten würde. Alles lief wie am Schnürchen. „Hand in Hand“, entsprechend dem Motto dieser WM, lief es auch im schönen Hotel St. Peter Deluxe, welches für 4 Tage das elegante Basislager der Gruppe aus ganz Deutschland sein würde. Die sympathischen jungen Leute einer Eventagentur sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Nach der Begrüßung am späten Nachmittag ging es auf Schneeschuhen los in die Abendstimmung der Berge. Bei einem genussreichen Abendessen in der gemütlichen Bauernstube gab es Zeit für Austausch und Gespräche. Wer wollte, beschloss den Abend an der Hotelbar. Der zweite Tag begann mit einem Langlauf Kurs. Kein geringerer als der ehemalige Weltklasse Langläufer Tobias Angerer war unser Skilehrer. Vom Anfänger bis zum Könner erhielten die Gäste von ihm wertvolle Tips. Für uns stand schnell fest, dass …
Einem roten Faden gleich, zog sich die Suche nach traditioneller Musik und traditionellen Tänzen durch meinen Reisealltag. So auch hier auf Rarotonga. Die Damen an der Rezeption empfahlen mir die „Cultural Village Tour“ in dem nahegelegenen Te Vara Nui Village. Skeptisch blickte ich in die strahlenden Augen der beiden, die mir bedeuten wollten, dass es sich dabei um ein wundervolles Programm handele. Ich hatte die Wahl zwischen den beiden Möglichkeiten nur die Over Water Nightshow mit Buffet und Dinner zu buchen oder ein komplettes Programm mit Besuch des traditionellen Cook Insel Maori Dorfes. Dort würde ich alles über Historie, Lebensweise , traditionelles medizinisches Wissen, über Navigationstechniken, Handwerk und Kunst der Maoris lernen und erfahren können. Ich war verunsichert. „Nightshow mit Buffet Dinner“ hörte sich für mich gar zu sehr nach Kaffeefahrt an. Alternativ konnten Sie mir nur nur noch Tanzshows in den verschiedenen Hotels der Insel anbieten. Was hatte ich zu verlieren? Schlimmstenfalls würde ich eine für Touristen entworfene, Allerweltschoreographie über mich ergehen lassen müssen und mit Massen anderer Touristen ein lieblos hergestelltes Essen zu mir nehmen. Ich atmete tief durch, riskierte es und gab mein Go zur Buchung. Am späten Nachmittag trottete ich die wenigen Meter entlang der Hauptstraße …
Die Sonne, die durchs seitliche Fenster der Beachvilla scheint, kitzelt mir ein Lächeln aufs Gesicht und ich springe mit Unternehmungslust aus dem großen Bett. Es ist früher Samstagmorgen und beim Öffnen der Schiebetüren zur Terrasse hin bahnt sich ein zarter, angenehmer Wind den Weg in den Raum. Noch während ich mein Frühstück zubereite, mischen sich weitere Gerüche in die kleine Brise. Es riecht nach Rauch und Verbranntem. Es dauert nicht lange, und die Gerüche werden durch Geräusche von kraftvoll tuckernden Rasenmähern begleitet. Es ist Samstag auf Aitutaki und wie es scheint, sind alle, ob jung oder alt dabei, zur Herstellung der Bilderbuchidylle dieses kleinen, schmucken Inselchen beizutragen. Die Häuser und Grundstücke werden auf Vordermann gebracht. Da werden die trockenen Palmwedel und andere Blätter von Büschen und Bäumen, die auf den saftig grünen Rasenflächen liegen, zusammengerecht und gesammelt, um sie dann auf einem Haufen liegend, verbrennen zu können. Das passiert hier und da auch in der Woche, aber jetzt am Wochenende ist es Pflichtprogramm der Hausbesitzer. Die ganze Familie ist am Hausputz beteiligt. Es soll schön aussehen, wenn sich am Abend die Familie zum BBQ einfindet oder morgen, am Sonntag, gemütlich im Schatten der Vordächer oder Palmen ihr Sonntagsessen nach der …






